Reproduce(future): Programm online

Programm jetzt online: https://techno.umsganze.org/programm/

In zwei Wochen beginnt Reproduce(future) – 4. ums Ganze! Kongress. Wir wollen mit euch die neuen Technologien auf ihren Nutzen für eine befreite Gesellschaft prüfen, aber auch ihre oft katastrophalen Auswirkungen im kapitalistischen Hier und Jetzt in den Blick bekommen; und so gemeinsam Wege in eine andere Zukunft suchen. Das Ziel ist klar: fully-automated-luxury-communism! Kommt ihr mit? Keine Zukunft ist auch keine Lösung.14993296_1174878225930422_9031967057799529011_n Weiterlesen

Veranstaltungen von LevelUP im Rahmen der Ernst-Bloch-Woche

Auch wir als LevelUP beteiligen uns an der Ernst-Bloch-Woche, einer alternativen Einführungswoche für Erstsemester und alle anderen Interessierten. Mit zwei Veranstaltungen wollen wir euch in Tübingen herzlich willkommen heißen und mit euch ins Gespräch kommen. Ebenso sind natürlich alle, die nicht neu in Tübingen und Umgebung sind, herzlich eingeladen.

Hier nun ein Überblick über unsere Veranstaltungen:14390679_903602003104872_1335068102083370864_n

Weiterlesen

Mobilisierungsvideo und Aufruf zu Aktionen gegen die Einheitsfeierlichkeiten

Deutschland feiert sich selbst …

…und das ausgerechnet in Sachsen, dem Geburtsort von Pegida, in dem linkes und antifaschistisches Engagement schon seit Jahren diskreditiert wird. Deutschland spielt sich unterdessen als Schuldeneintreiber Europas auf und setzt auf Austerität. Die südeuropäischen Staaten werden ausgeblutet und Alternativen zum Kapitalismus repressiv erstickt. Gleichzeitig sterben jeden Tag Menschen an den europäischen Außengrenzen und falls sie doch in Deutschland ankomen erwarten sie stetig gegen sie gerichtete  Gesetzesverschärfungen und Hass aus Teilen der Bevölkerung.

Wir sehen keine Gründe dieses Land zu feiern.
Darum: Dresden mit Scheisse markieren, Sachsen diskreditieren, Deutschland demaskieren.
Die Einheitsfeierlichkeiten zum Desaster machen…
..und auf zur Schnitzeljagd!
3oct_Banner

Weiterlesen

_reproduce(future)_ – Digitaler Kapitalismus und kommunistische Wette: …ums Ganze! Kongress #4

_reproduce(future)_ ist eine Anweisung in einer imaginären Programmiersprache. Die Syntax dieses Ausdrucks entspricht derjenigen vieler Programmiersprachen: _reproduce_ ist eine Funktion, _future_ der Input (Argument, Parameter) dieser Funktion. Wir übergeben der Funktion etwas, sie manipuliert es und erledigt damit eine Aufgabe. Ist der Code der Funktion unzugänglich, sehen wir nicht, wie sie berechnet, was sie implementiert. _reproduce(future)_ kann als maschinische Anweisung des Kapitals verstanden werden. Was sie macht unterliegt nicht der Entscheidung eines Individuums oder einer Gruppe. Automatisch setzt sie das Bestehende immer wieder ein, in diesem Fall die Aufrechterhaltung der Rahmenbedingung zur fortgesetzten Verwertung des Werts. Sie reproduziert die Zukunft, in dem sie sie auslöscht. Das ist der Kapitalismus als Technik. _reproduce_ ist eine Blackbox. Herauszufinden, wie sich der Kapitalismus reproduziert, heißt diese Blackbox zu öffnen. Dabei können wir uns nicht damit zufrieden geben, bloß ihre Input-Output-Relationen zu verstehen. Wir müssen zunächst ihre Funktionsweise selbst betrachten. Darüberhinaus gilt es aber auch zu zeigen, dass es sich beim Kapitalismus gerade nicht schlicht um eine Maschine handelt, sondern um soziale Beziehungen. Die Frage nach der Reproduktion des Kapitalismus kann also nicht ohne die Frage nach der gesellschaftlichen Organisation gestellt werden. Die Widersprüche, die sich hier zeigen, sind keine Macken im Code, die wegoptimiert werden können, sondern elementarer Bestandteil der Funktionsweise des Kapitalismus selbst. Sie machen gleichzeitig seine Überwindung möglich. Das erlaubt es uns eine emanzipatorische Zukunft ins Auge zu fassen. In diesem Sinne ist _reproduce(future)_ aber auch ironisch gemeint. Kein Programm und keine Maschine kann uns die politische Arbeit abnehmen. Emanzipation bedeutet, sich gegen die Automatismen zu wenden, die wir selbst durch unser Handeln täglich wieder einsetzen, und sie der gemeinsamen Entscheidung zu öffnen. Weder die befreite Zukunft noch die Befreiung lässt sich an einen Algorithmus delegieren. So verstanden ist _reproduce_ eine unmögliche Funktion. Die (Re-)Produktion einer wünschenswerten Zukunft der Gattung Mensch bleibt zugleich auf die Technik angewiesen. Deshalb gilt es sich den Code der gesellschaftlichen Reproduktion verfügbar zu machen, ihn gemeinschaftlich und in Hinblick auf das Gemeinsame einzurichten. _reproduce(future)_ verweist auf das emanzipative Potential der Technik. In dieser Mehrdeutigkeit enthält _reproduce(future)_ den Untertitel des vierten …ums Ganze! Kongresses – _Digitaler Kapitalismus und kommunistische Wette_.

conference_plakat-724x1024 Weiterlesen

Germany is coming home – Mobivortrag gegen die Einheitsfeier in Dresden

Am 3. Oktober will sich die deutsche Nation wieder selbst feiern – dieses Jahr unter dem Motto „Brücken bauen“ in Dresden. Sachsen wurde durch Pegida, Anschläge auf Geflüchtetenunterkünfte und den immer wieder wütenden rechten Mob zum Sinnbild des Rechtsrucks in Deutschland. Und noch viel mehr: Die Landeshauptstadt Dresden ist zum Symbol und Ausgangspunkt der Restauration des neuen deutschen Nationalismus geworden. Die Brücken, die hier gebaut werden, verbinden letztendlich völkische, rassistische und nationalistische Kräfte zu einem Konsens von Abschottung, Armut und Ausgrenzung. Das Dresdner Bündnis “Solidarity without limits – Nationalismus ist keine Alternative” ruft zu Protesten vom 2.-3.10. auf. Warum diese notwendig sind, welche Planungen es gibt und wie sonst Perspektiven linksradikale Politik in Dresden aussehen, soll während der Veranstaltung besprochen werden. Also: Sachsen lädt ein: Let‘s crash their party!

Wann? Donnerstag 15.09. um 19 Uhr

Wo? Epplehaus (Karlstr.13, 72007 Tübingen)3oct_Banner

“Showtime” – Linksradikaler Aufruf zu Blockupy

Offizielles Weltoffenheitsblabla, verschärfter Konkurrenzkampf, institutionelle Abschiebepraxis: die Antwort der schwarzroten Koalition auf die jüngsten Krisen Europas ist zugleich die Alte – und Betriebsgrundlage der AfD. Die preist ihren deutschen Wähler*innen Rassismus und Nationalismus als Allheilmittel für das gesellschaftliche Übel an: was schlimm ist, soll noch schlimmer werden. Wer dagegen aufstehen will, darf aber von der sozialen Brutalisierung zum Wohle des deutschen Standorts und seiner rassistischen Abschottung nicht schweigen, die die Parteien von CSU bis Grüne betreiben. Wir rufen daher dazu auf, am 2. und 3. September auf den Straßen Berlins deutlich zu machen, dass ein Aufstehen gegen Rassismus ohne eine Kritik der Nation und ihrer Parteien nicht zu haben ist. Schon gar nicht zu Wahlkampfzeiten.187420

Weiterlesen

Gegen die Einheitsfeier in Dresden: Solidarity without limits – Nationalismus ist keine Alternative

Am 3. Oktober will sich die deutsche Nation wieder selbst feiern. Dieses Jahr findet das zentrale Event der Einheitsfeierlichkeiten unter dem Motto „Brücken bauen“ in Dresden statt. Brücken sind eine gute Sache. Sie machen eine sichere Reise möglich. Man könnte viele Brücken bauen, z.B. über das Mittelmeer, und damit das Leben von zehntausenden Flüchtenden und Migrant*innen retten. Darüber nachzudenken, wie alle Menschen sicher das Mittelmeer überqueren könnten, wäre besonders am 3. Oktober, dem 3. Jahrestag des Bootsunglücks von Lampedusa, ein Anfang, um mit der europäischen Abschottungspolitik Schluss zu machen. Aber in Dresden wird es nicht darum gehen. Stattdessen soll mit dem üblichen Tam-Tam die vermeintliche Einheit von Kultur, Tradition, Staat und Bevölkerung herbeigefeiert werden. In der Realität sieht das ganz anders aus: Die deutsche Gesellschaft polarisiert sich, in Staat und Gesellschaft erfahren autoritäre und ausgrenzende Tendenzen Aufwind und die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auseinander. Alles gute Gründe am Wochenende des 3. Oktobers die Einheitsfeiern in Dresden kritisch zu begleiten. Denn das Gastgeberland Sachsen lädt offiziell zum „Tanz“.3oct_Banner Weiterlesen

Vortrag: Mit Selbstverwaltung und Selbstverteidigung gegen die türkische Repression

Nachdem die Ambitionen des türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan, die Verfassung zu ändern und sich damit zum neu­en Sultan eines neo-Osmanischen Reichs zu machen, am Wahlerfolg der HDP gescheitert wa­ren, hat er einen Krieg gegen die kurdische Bevölkerung im Südosten der Türkei begonnen um so Stimmen im nationalen Wählerspektrum zu gewinnen und sich der Bevölkerung als der starke Mann zu präsentieren, der die Türkei vor dem “Terrorismus” befreit.x19a3067-1038x576 Weiterlesen