Ein Gruß aus der Zukunft | Mitteilung des …ums Ganze!-Bündnis zum Verlauf der G20-Proteste in Hamburg

Es ist ja nicht so, dass sie es nicht versucht hätten. Wie kaum zuvor haben „Sicherheitsbehörden“ und etablierte Politik zum G20-Gipfel aufgeboten, was dem bürgerlich-demokratischen Staat so an repressiven und ideologischen Apparaten zur Verfügung steht, um Proteste klein und die Lage unter Kontrolle zu halten. Erst mediale Einschüchterung, Camp- , Einreise- und Übernachtungsverbote, Aufhebung der Versammlungsfreiheit und Polizeiputsch gegen die Justiz, Militarisierung der Polizei, Spaltung des Protestes durch die Grünen, die während des Gipfels eine Kundgebung organisierten, die sich ausdrücklich nicht gegen diesen richtete und zum „Haltung zeigen“ für „unsere Lebensart“ aufrief. Dann während des Gipfels fast 20.000 Polizist*innen mit dem Berufssadisten Dudde als Einsatzleiter, dutzende Wasserwerfer, Räumpanzer, Pferde- und Hundestaffeln, Massenverhaftungen, Hubschrauberflatrate und Sondereinsatzkommandos mit scharfen Waffen, die in einer Brutalität gegen linke Camper*Innen, autonome Demonstrant*Innen, Viertelbewohner*Innen, Journalist*Innen und Sitzstreiks von Geflüchteten vorgingen, dass es schon dutzende Schwerverletzte gab, bevor der Gipfel überhaupt begonnen hatte – und ein Wunder ist, dass niemand ums Leben kam. Mit anderen Worten: Der Polizeieinsatz zum G20-Gipfel war tatsächlich ein „Schaufenster moderner Polizeiarbeit“ (Andy Grothe, SPD), das uns einen direkten Blick auf die autoritäre Wende des Neoliberalismus im Herz des europäischen Kapitalismus eröffnet hat. Allein: Es hat alles nichts genützt. Weiterlesen

“Shut down the logistics of capital” – FAQ

Bis zum 07. Juli und damit zum Beginn unserer Aktion im Rahmen der Proteste gegen den G20-Gipfel in Hamburg dauert es nicht mehr all zu lange. In den letzten Wochen und Monaten haben eine Vielzahl von Informations- und Diskussionsveranstaltungen stattgefunden – sowohl in Deutschland als auch in vielen europäischen Ländern. Einige Fragen sind uns dabei immer wieder begegnet – wir haben sie versucht euch noch einmal in einer Übersicht hier zu beantworten.

Eure Frage ist nicht dabei? Nur her damit, wir beantworten sie euch gerne!
Email: shutdown-hamburg[ät]systemli.org
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Post-election UK: “Potential for a mass opposition”

Last week’s election catapulted the political landscape in the UK to a shock. The conservative sole reign is over, the government is super unstable, Corbyn as the leader of a left Labour stronger than ever. What happened in that election-night and can we expect something to kick off in the UK now?

We spoke with Callum Cant, our comrade from Plan C Brighton. The interview was originally published in Germany’s biggest left daily paper, “neues deutschland” and is now available exclusively for Beyond Europe. Weiterlesen

G20? We`ll come united! Ungehorsam & Gemeinsam gegen Spaltung & Kriminalisierung

Bei den Protesten gegen den G20-Gipfel in Hamburg geht es um ein Comeback: Gelingt es, die Option grenzübergreifender Solidarität gegen den inszenierten Showdown zwischen autoritärem Neoliberalismus und nationalistischem Rollback wieder auf die Tagesordnung der Weltöffentlichkeit zu setzen? Viel zu lange schon dominieren diese falschen Gegensätze die öffentliche Wahrnehmung. Im Ziel das zu ändern liegt das Gemeinsame der verschiedenen Gegen-Mobilisierungen – und ihre Bedeutung. Es geht damit während der Proteste rund um den Gipfel der 20 stärksten Industrienationen um nicht weniger, als die Frage, wie handlungsfähig linke Proteste unter den Bedingungen des Rechtsrucks im Zentrum des Krisenregimes sein können. Mit anderen Worten: Bei den G20-Protesten geht es für uns um Einiges. Weiterlesen

Hamburg City Strike

Am 7. Juli 2017, wenn der G20-Gipfel in Hamburg beginnt, wird der Alltag in weiten Teilen der Stadt stillstehen, Tausende werden auf den Straßen sein und ihre Ablehnung der bestehenden Verhältnisse ausdrücken. Mit dem Hamburg City Strike möchten wir die Aktivitäten im Rahmen des Aktionstages aufeinander beziehen, eine kollektive Interpretation anbieten und so auch der möglichen Konkurrenz zwischen den verschiedenen Aktionsformen entgegenwirken. Hamburg City Strike ist als mögliche politische Klammer für den G20-Aktionstag am 7. Juli gedacht. Dabei spielen wir bewusst mit dem Streikbegriff, auch wenn wir wissen, dass keine klassischen Arbeitsniederlegungen in Betrieben geplant sind. Aber die verschiedenen Aktionen werden den kapitalistischen Normalzustand „bestreiken“ und lahmlegen. Wir wollen die gesamte Stadt zum Austragungsort der sozialen Kämpfe machen und zeigen, dass der Kapitalismus an verschiedenen Stellen angreifbar ist.

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Lieber Tanz ich, als G20 – Nachttanzdemo

Am 7. und 8. Juli kommen die Regierenden der 19 größten Industrienationen der Welt und Europa mit ihren Anhängseln und Berater*innen nach Hamburg. Bei diesem Treffen handelt es sich um eine Inszenierung einer Zusammenarbeit dieser Nationen in wirtschaftlichen Fragen. Aber wer denkt, dass die (z. T. gewählten) Regierungen dort Entscheidungen treffen und das auch noch als demokratischen Akt bezeichnen, hat weit gefehlt. Denn auch Organisationen wie z.B. UNO, Weltbank, Weltwährungsfonds, WTO oder OECD nehmen daran teil, denn sie haben -Wunder oh Wunder- ein wirtschaftliches Interesse an diesem Treffen. Weiterlesen

Mobivortrag: Ketten sprengen – Hafen lahmlegen! Shut down the logistics of capital!

Anfang Juli wird in Hamburg der G20-Gipfel tagen. Mit Medienrummel, Polizeiparade und widerlichen Staatschefs. Trump, Putin, Xi Jinping, Erdoğan und co. sind – vielleicht sogar auch persönlich – Schweine, die für unendlich viel vergangenes und vermutlich auch zukünftiges Leid verantwortlich sind. Ihr Austausch durch andere Charaktermasken des Parteien- und Staatszirkus würde aber an den gesellschaftlichen Bedingungen, die sie, ihre Inhalte und Fans hervorgebracht haben, nichts ändern. Die sind in den Produktions- und Eigentumsverhältnissen und ihrem Reproduktionsregime, in Kapitalismus und Patriarchat, zu finden. Nicht zuletzt der Blick nach Griechenland zeigt die Perspektivlosigkeit einer Linken, die so auf den Staat schielt, dass sie dabei die politische Ökonomie nicht mehr sehen kann. Weiterlesen