Nationalismus ist keine Alternative!

In ganz Europa bringen sich derzeit rechte Parteien gegen die Europäische Union und den Euro in Stellung. Sie greifen den allgegenwärtigen Unmut über die europäische Krisenpolitik auf und propagieren die Rückbesinnung auf’s Nationale. Nationalismus als Alternative zur autoritären EU-Politik? Vielen Dank, dieses Angebot weisen wir entschieden zurück. Stattdessen rufen wir alle, die wie wir keine Lust auf nationalistische Ausgrenzung und autoritäre Politik von oben haben, auf, vor der Europawahl am 25. Mai ein Zeichen gegen Nationalismus, Austeritätspolitik und Wettbewerbsdiktat zu setzen und gegen den rechtspopulistischen Vormarsch aktiv zu werden. Für eine solidarische Perspektive jenseits nationaler Grenzen und kapitalistischer Verwertungszwänge.
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Grundsatztext zu Diskriminierung und Heterosexismus

Der Diskriminierung entgegentreten!

Alles Nazis oder was?

Wir sind gegen die Proteste gegen den Bildungsplan. Doch warum?
Einige bisherige Berichte (Artikel bei linksunten) versteiften sich auf das Thema Neonazis bei den Demonstrierenden gegen den Bildungsplan. Hier halten wir eine differenziertere Betrachtung für notwendig. Neonazis finden zwar klare Anknüpfungspunkte, sind aber nicht die Initiator*innen und stellen auch nicht die Mehrheit der Teilnehmer*innen der Proteste. Die Teilnehmer*innen rekrutieren sich vielmehr aus dem gesamten konservativen und reaktionären Spektrum: Christliche Fundis, PI-News1, Konservative Aktion, AfD, etc. Auch die Russisch-Orthodoxe Gemeinde scheint eine relevante Rolle einzunehmen. Unseres Erachtens ist Heterosexismus und Homophobie ein zentraler Antrieb für die Proteste der Bildungsplan-Gegner*innen, auch wenn sie selbst es leugnen und “nur um das Wohl ihrer Kinder besorgt sind”.
Hier besteht immer die Gefahr: Wenn unsere Kritik zu sehr auf einzelne Akteur*innen abzielt, gibt man den restlichen Demonstrierenden den Raum, sich von diesen Akteur*innen inhaltlich zu distanzieren und ihre “besorgte Eltern”-Scharade weiter zu spielen.

Um an dieser Stelle entgegenzuwirken werden wir uns im Folgenden grundlegend mit den gesellschaftlichen Mechanismen, die hinter den Bildungsplangegner*innen stehen, auseinandersetzen.

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Nationalismus ist kein Spiel – Vortrag: Ultras – Potenziale und Probleme einer jugendlich geprägten Fankultur

“Ultras” dominieren und prägen seit einigen Jahren die Fankultur in den
Stadien des deutschen Profifußballs. Auffällig werden sie im positiven
Sinne durch die farbenfrohe Gestaltung der Fankurven und durch die gute
Stimmung. Häufiger jedoch werden sie mit Gewalt und Randale in
Verbindung gebracht. Eine Reduktion auf Ausdrucksformen und
Fehlverhalten wird dem komplexen sozialen Phänomen dahinter jedoch nicht
gerecht, denn die selbstorganisierten “Ultra”-Gruppen können in der
Sozialisation von Jugendlichen eine wichtige – und positive – Rolle
spielen. Jonas Gabler will in seinem Vortrag die Potenziale und Probleme
dieser Fan- und Jugendkultur beleuchten und so ein differenziertes Bild
der Szene zeichnen.

Jonas Gabler, geboren 1981 in Berlin, studierte Politikwissenschaft an
der FU Berlin und schloss sein Studium mit einer Diplomarbeit über
Rechtsextremismus in Fußballfankulturen in Deutschland und Italien,
erschienen im PapyRossa Verlag, ab. 2010 erschien beim gleichen Verlag
sein Buch “Die Ultras”. Seit August 2012 arbeitet er als
Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der “Kompetenzgruppe Fankulturen und
Sport bezogene Soziale Arbeit” (KoFaS) am Institut für Sportwissenschaft
der Leibniz Univeristät Hannover.

Der Vortrag findet am 2.Mai um 20:00 Uhr im Club Voltaire, Haaggasse 26b 72070 Tübingen statt

Link zur Facebookveranstaltuing hier:

Aufruf zu Europaweiten dezentralen Aktionstage 15. bis 25. Mai 2014

Grenzenlos solidarisch – für eine Demokratie von unten!

Maiaufruf Eine Woche vor den Wahlen zum Europaparlament rufen wir für den 15. – 25. Mai 2014 in vielen Städten Europas zu internationalen Tagen des Widerstandes gegen die Politik von EU und Troika auf (mayofsolidarity.org). Sie sind unsere Antwort auf das massive und beispiellose Verarmungsprogramm für die Menschen vor allem in Südeuropa. Denn was uns als „Krisenlösung“ oder „notwendige Reformen“ von den Regierenden verkauft werden soll, hat dort eine humanitäre, soziale und politische Katastrophe verursacht. Mit dem gleichen Argument der „Alternativlosigkeit“ wird auch in Deutschland vorgegangen: Die Maßnahmen haben zwar nicht dasselbe Ausmaß, aber dieselbe Richtung: Die Reichen werden reicher, die Armen werden ärmer.

Diese Politik, vorangetrieben von der deutschen Bundesregierung und der Europäischen Union, steht bei den Europawahlen aber nicht zur Entscheidung. Ihre Ziele – die Wettbewerbsfähigkeit auf dem kapitalistischen Weltmarkt und die Sicherung der Macht- und Eigentumsverhältnisse – sollen nicht hinterfragt werden.Daher wird die Verarmungspolitik in abgeschlossenen Zirkeln der Macht, wie dem Europäischen Rat, der EU-Kommission und Europäischen Zentralbank, geplant und autoritär durchgesetzt.

Deswegen sagen wir – als Teil eines breiten, transnationalen Bündnisses von Bewegungen und Organisationen aus ganz Europa und darüber hinaus: Wirkliche Demokratie entsteht von unten, aus unseren vielfältigen Kämpfen um Gerechtigkeit und Anerkennung. Sie bekämpft jeden Nationalismus und Rassismus, weil sie auf der grenzüberschreitenden Solidarität der Menschen und Bewegungen basiert.
maiaufruf
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